Das große Spiel... und was ist darin unser Platz?      *BeiYin*               update: 6.6.12

Im Wissen, dass es da ein paar super raffinierte 'Masterminds' gibt, die die Geschehnisse in unserer Gesellschaft manipulieren, mag der eine oder andere sich völlig hilflos fühlen, um irgend etwas zu unternehmen  und zu der Schlussfolgerung kommen, dass diese ständigen Kriege und das ganze Unglück in unserem täglichen Leben die Schuld dieser fiesen Typen ist. Wenn wir so denken, dann sind wir auf dem falschen Gleis und liegen total daneben. Es ist eine normale Reaktion, bei anderen die Schuld zu suchen und sich damit als Opfer zu empfinden. So lange wir an derartigen Schlussfolgerungen festhalten, sind wir tatsächlich Opfer. Diese Art zu denken hindert uns daran, unsere eigene Quelle der Stärke zu finden, um von diesem fortdauernden 'großen Spiel' unabhängig zu werden. Wir alle wollen doch etwas wegen der kritischen Weltsituation tun, richtig? Wenn wir die nachfolgenden Aussagen annehmen, können wir einen ersten Schritt tun: Zu verstehen und zu akzeptieren, dass es da keinen Unterschied zwischen den Bauern und den anderen Figuren des Schachspiels gibt und auch keinen Unterschied zu dem Topspieler, der die Figuren aus dem Hintergrund des 'großen Spiels' bewegt. Alle werden von derselben einfachen Absicht angetrieben, zu überleben und ihre Macht auszuweiten.
 
Wir alle haben eine unseren Charakter prägende 'Persönlichkeit', die ihren eigenen Überlebenswillen hat, und wir alle strengen uns an, diesem Drang zu folgen. Die Art und Weise, wie das geschieht, ist abhängig von der individuellen Geschichte und jeweils verschieden. Wir alle suchen um zufrieden zu sein, nach Bedingungen und einer Umgebung, die unseren Wünschen entspricht und wenn das nicht der Fall ist, dann versuchen wir, eine solche entsprechend unseren Vorstellungen und Wünschen zu schaffen. Selten stellen Menschen diese Persönlichkeitsstruktur und den ihr innewohnende Zwang in Frage. Eine wirkliche Veränderung von uns selbst kann aber nur stattfinden, wenn dieser Selbsterhaltungsmechanismus erkannt wird und was man alles so im Alltagsleben unternimmt, damit das Überleben der eigenen Persönlichkeitsstruktur gewährleistet ist. Wenn man das einmal erkannt hat, dann eröffnet sich einem die Möglichkeit, bei täglichen Geschenissen und Gegebenheiten auf eine Weise zu reagieren, die nicht lediglich der eigenen Selbsterhaltung dient. Es ist so, dass Veränderungen um mehr Wohlstand zu haben oder hin zu neuen Ziele nur dazu dienen, die eigene Persönlichkeit zu befriedigen. Leute sagen, sie wollen sich verändern, aber wenn sie nicht diese grundlegenden Verhaltensmechanismen  verstehen, dann ist das, was sie unternehmen um sich zu verändern, nur die Übernahme eines neuen Lebensziels, dem aber weiter das Bestreben das Ego zu befriedigen zu Grunde liegt. Unsere Entschlossenheit, uns entsprechend unserem festen Selbstbild mit all seinen Lebenszielen und innewohnenden Konzepten zu verwirklichen, hindert uns daran, dies alles fallen zu lassen. Wir wollen das vielleicht, aber allein es zu verstehen ist bereits schon nicht möglich, denn wir blenden uns selbst vor dieser Einsicht, nur um diese Eigenschaften zu erhalten. Wir sind total mit dem identifiziert, was unsere 'Persönlichkeit' ausmacht und so halten wir daran fest. Und auch wenn wir noch so sehr leiden, wir halten daran fest, bis es eines Tages genug ist und wir unsere Augen öffnen... 
 
Der einzige wesentliche Unterschied zwischen den Bauern und den Masterminds, welche die Figuren bewegen, ist der, dass die Top Spieler sich mehr der tatsächlichen Gegebenheiten bewusst sind, insbesondere was die menschliche Natur angeht. Dies gibt den Top Spielern die Macht, Menschen und Situationen effektiver zu manipulieren als das die Masse der Bauern kann, die ihre Umgebung mit derselben Motivation manipulieren, nur dass deren Einflussbereich durch ihre persönliche Situation und unentwickeltes Wissen begrenzt ist.
 
Um sich wirklich zu verändern, muss man sich nicht nur seiner Abhängigkeiten und Begrenzungen bewusst werden, sondern auch darüber, dass die Abhängigkeit vom Überleben der eigenen Persönlichkeit die Ursache dafür ist, dass jemand beim 'großen Spiel' mitmacht und in diesem gefangen ist. Diese Erkenntnis ist ein Prozess, bei dem die einzelnen Schritte jeweils dann, wenn die Zeit für sie reif ist, gemacht werden, ein ganzes Leben lang; auch wenn manche Menschen einen gut Teil Ihres Lebens leiden müssen, bevor sie bereit sind, den ersten Schritt hierbei zu tun... 

Die Masterminds haben ihre Strategie auf Jahrzehnte im Voraus geplant und welche Aktionen wir auch immer unternehmen, dies wird nichts an der augenblicklichen Situation ändern. Es gibt Krieg die Vorbereitungen dafür sind seit langem getroffen und alle möglichen Reaktionen sind im voraus mit eingeplant.
 
Das alleinige Element, das von jedem einzelnen kontrolliert werden kann, das sind wir selbst. Solange die Bauern so reagieren, wie das Bauern üblicherweise tun also aus Angst heraus, meistens gefühlsmäßig und unüberlegt - , solange sind die Reaktionen berechenbar. Es ist aber nicht berechenbar und kann nicht vorhergesehen werden, dass die Bauern vielleicht sich dafür entscheiden, ihre eigene Rolle in dem Spiel in Frage zu stellen,  und indem sie bei sich hinsehen und erkennen, dass sie von ihren persönlichen reaktiven Strukturen eingeschränkt werden und deshalb über bekannte menschliche Verhaltensmuster kontrolliert werden können.

Dabei wäre der nächste mögliche Schritt im Prozeß jedes einzelnen, erst mal gelassen zu bleiben und die Geschehnisse zu beobachten auch die eigenen inneren Reaktionen nicht aus einem Gefühl der Resignation heraus, sondern mit einer gewissen Wachsamkeit. So viele Informationen wie möglich zu finden, um die Situation und die Hintergründe verstehen zu können. Und sich damit bewusst zu werden, dass man, indem man auf 'Provokationen' reagiert, Teil des 'großen Spiels' ist, so wie es von den Masterminds geplant worden ist, denn die wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen. - Genau so wie die cleveren Geschäftemacher, die uns ihre dubiosen Produkte andrehen! 

Geh nicht in die Falle, auf die Idee zu kommen, gegen die 'bösen Mächte' zu kämpfen oder irgendetwas Gewalttätiges zu tun, um die Situation zu verändern. Das sind alles schon berücksichtigte Reaktionen und schütten nur mehr Öl ins Feuer des 'großen Spiels', nichts wird durch solche Reaktionen verhindert oder verändert. Erinnere dich: Um die Welt zu heilen, muss man bei sich selbst anfangen...

Kommentare:
Ana: Ich habe "das grosse Spiel" gelesen und sehe es auch so, jedoch am Ende sagen sie: erstmal gelassen zu bleiben und die Geschehnisse zu beobachten und auch die eigene Reaktionen. Da kommt mir: im 2ten Weltkrieg haben die Juden nicht reagiert und es ist geschehen was geschehen ist. Können sie mir dazu etwas sagen?
BeiYin: Die Geschehnisse wie Krieg und Judenverfolgung sind das Ergebnis, welches durch den vorhandenen Bewußtseinszustand der Menschen in dieser Zeit verursacht wurde. Das primitive Verhalten, die eigene Negativität nach außen zu projezieren und dann dieses 'Feindbild' dazu zu benutzen, um gerechtfertigt dieses 'Andere' zu beseitigen, wird unverändert auch heute noch so gehandhabt. Es wird immer noch nicht das Ganze betrachtet, in dem man sich als Teil des Ganzen sieht und es werden, so wie dies seit je her geschehen ist, - Schuldige im Außen gesucht. Der letzte Satz in meinem Artikel ist: "Um die Welt zu heilen, muss man bei sich selbst anfangen..."
Wenn wir usere tägliche Realität betrachten in unserer Gesellschaft, dann sieht es allerdings so aus, als seien wir noch weit davon entfernt, die Erkenntnis anzunehmen, dass wir bei uns selbst anfangen müssen, um die Welt zu heilen. Wie dieses zu verwirklichen ist, habe ich in meinem neuesten Artikel dargestellt: http://falconblanco.com/key.htm
Es geht darum, aus dem 'Spiel' heraus zu treten. Dieses kann mit keinem Mittel erzwungen werden und niemand kann davon 'überzeugt' werden, informationen anzunehmen. Erst wenn jemand seines 'Spiels' in welchem man mit seiner Persönlichkeit verwickelt is, genügend müde gewordenn ist, dann kann eine gewissen Offenheit für diesen Schritt entstehen. Es ist der Schritt, über sich selbst hinaus zu gehen. Es ist müßig, sich darüber auszulassen, was dieses dann bewirkt und was dieses für ein Zustand ist. Müßig deshalb, weil alles in das vorhandene 
Gedankengut einsortiert wird und wenn dieses nicht möglich ist, dann wird jegliche Information ignoriert oder abgelehnt. Das Verteidigunsverhalten der Persönlichkeit ist hochentwickelt und nichts und niemand kann dieses umgehen oder überwinden, jegliche Manipulationen dienen dem gewohnten 'Spiel'. 
Jedoch die jedem existierenden Wesen innewohnende *Wachtumskraft* ist letztendlich stärker und wird jedem von uns von innen heraus dazu verhelfen, über unseren stagnierten Zustand hinweg zu gelangen. Wer dazu bereit ist, wird Hilfe und den *Schlüssel* dafür finden...

Übersetzung: Prem
Wird fortgesetzt... . . .

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