Um die Welt zu heilen müssen wir uns selbst heilen

Weltfrieden wird es nur geben, wenn genügend Individuen in sich selbst Frieden gefunden haben. Krieg resultiert aus der Realisierung des Bewußtseinszustandes der Mehrheit der Menschheit. Es kann nicht anders sein. Da zu allen Zeiten Kriege stattgefunden haben und ebenso in der Gegenwart, ist es offensichtlich, dass nicht genügend Menschen in sich selbst Frieden gefunden haben.

Die Menschheit ist besessen von ihren Vorstellungen, und was am schlimmsten ist: Diese Vorstellung verhindern selbst, dass man sich ihrer bewusst wird! Jedermann kämpft für das Erreichen von Zielen, aber es gelingt nicht, diese Ziele werden nie erreicht!
Es gibt keinen wirklichen Frieden, Liebe und Harmonie! Dies sind wunderschöne Konzepte und die Menschen versuchen sie irgendwie zu leben, aber ihre tagtäglich erfahrene Realität ist davon total verschieden. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Frieden und wir klammern uns an entsprechende Vorstellungen, aber sind nicht fähig, sie in unserem Alltagsleben zu verwirklichen. Wir haben die Hoffnung, irgendwann in der Zukunft unsere Träume zu verwirklichen und bis dahin kämpfen wir ums Überleben.

Dieser Traum und die Hoffnung, dass sich unser Sehnen erfüllt, bricht zusammen, wenn Krieg sich über die Länder ausbreitet... Sind wir hilflose Opfer auf Grund der Entscheidungen von 'verrückten' Politikern? Es scheint so, aber es ist nicht so! Unsere Verantwortung für die Weltsituation, und was wir tun können und auch eine tatsächliche Wirkung hat, beruht auf unserer individuellen Verantwortung, Frieden in uns selbst zu verwirklichen! Auf irgendeine Institution oder den Feind zu weisen und diesen die Schuld zu geben, wird keinerlei Auswirkung auf eine Veränderung der Situation haben. Aber niemand ist ein hilfloses Opfer! Wir KÖNNEN etwas verändern: UNS SELBST, und niemand kann uns daran hindern! Aber wo sollen wir anfangen? Es ist klar, dass die Teilnahme an Demonstrationen oder das Anzünden von Kerzen im Fenster gar nichts verändert. Es mag vielleicht einem das Gefühl geben, etwas getan zu haben, aber tatsächlich verändert sich gar nichts.

Aber was können wir dann tun? Du sagst vielleicht: "Wir wollen ja nur in Frieden leben, unsere tägliche Arbeit tun, um unser Brot zu verdienen. Wir wählen den überzeugendsten Politiker, aber mehr können wir nicht machen." Es ist offensichtlich, dass das jetzt nicht genug ist! Was wir tun können, dass wir aktiv einen Schritt tun um Frieden in uns selbst zu verwirklichen! Wie? Indem wir bei uns selbst hinsehen. Unsere eigene Position, Motivation, Einstellungen und Ziele in Frage stellen. Auch all das in Frage zu stellen, was uns egal von welchen Systemen angeboten wird, um uns zu beeinflussen, damit sie ihre Ziele erreichen können, oder ihre Macht erhalten und ausweiten können. Für sie sind alle Mittel zur Verteidigung gerechtfertigt, und man darf nicht auf das vertrauen, das von jemand kommt, der sich bedroht fühlt. Das trifft auf allen Ebenen zu, vom einzelnen Individuum wie ich und du, bis hoch zu den obersten Machtebenen von Ländern.

Gibt es irgendeinen Zweifel, dass 'diese Welt' von Leuten regiert wird, die eine strikte materialistische Weltsicht haben? Dieser Zustand ist die gegenwärtige Situation der Menschheit, die sich immer noch mit materialistischen Zielen identifiziert. Weltfrieden wird es erst geben, wenn genügend Einzelwesen Frieden in sich selbst gefunden haben. Das Ergebnis der materialistischen Weltsicht ist voraussehbar, das alleinige Streben danach, noch stärker zu wachsen, für mehr Sicherheit zu sorgen und mehr Macht für sich selbst zu bekommen, daraus resultiert das Verlangen, alles das zu beseitigen, was dagegen zu sein scheint.

Es gibt keinen Zweifel, dass fast alle idealistischen Vorstellungen und Konzepte in unserer Gesellschaft, dazu dienen, die materialistische Einstellung zu verstärken. Die traditionelle Religion gibt zusätzliche Sicherheit, aber ändert nicht die darunterliegenden materialistischen Verhaltensweisen. Vorstellungen von Liebe und Frieden dienen dazu unsere Sehnsüchte zu nähren, aber sie haben kaum einen entscheidenden Einfluß die materialistischen Ziele. Spirituelle Vorstellungen bewirken, daß davon beeinflusste Menschen ruhig und in Abhängigkeit bleiben. Zum Beispiel: Gott als die Vorstellung vom allsorgendem Vater, etc., was uns erlaubt zu glauben, dass alles genau so, wie es ist, in Ordnung ist. Diese Einstellung hält uns in Abhängigkeit, was auch wieder Sicherheit suggeriert, so dass wir unsere eigene Position nicht in Frage stellen.

Es ist notwendig, dass wir unsere Position in Frage stellen und uns unserer Abhängigkeiten bewusst werden. Wir haben die Vorstellung von 'Freiheit' auf unsere Fahnen geschrieben, aber wir sind nicht frei. Wir haben die Vorstellung von Liebe, aber die ist abhängig davon, dass unsere persönlichen Bedürfnisse befriedigt werden, die auf jeden Fall die allerwichtigsten sind. Wir haben die Vorstellung von Harmonie, aber wir sind verwirrt und unsicher, wenn unsere materielle Basis bedroht ist oder unser Raum zur Selbstverwirklichung eingeschränkt wird. Unsere Selbsterkenntnis ist bruchstückhaft und unser Leben ist voller Furcht und dem Bedürfnis nach Selbstbestätigung.

Wir streben ständig nach mehr Sicherheit und Zufriedenheit indem wir nach mehr Besitz auf allen Gebieten eifern. Lasst uns ehrlich sein: Es funktioniert nicht. An erster Stelle, weil jeder dasselbe macht, und so die Interessen miteinander widerstreiten. Jeder versucht den anderen zu vereinnahmen und daher ist Kampf unvermeidlich. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" Wir können diese zerstörerische Einstellung nicht auf der grossen Ebene zum Anhalten bringen, wenn wir nicht damit bei uns selbst anfangen!

Frieden in unser Leben zu bringen kann nur in unserem alltäglichen Leben geschehen, JETZT und von diesem Moment an. Das kann nicht sofort geschehen, so wie wir das gerne hätten. Das ist ein längerer Prozeß, und damit ist eine Menge an Engagement und persönlicher Arbeit verbunden. Es ist notwendig, dass wir uns selbst in Frage stellen und unsere Reaktionen beobachten, dann wenn unsere persönlichen Interessen bedroht zu sein scheinen. Dies ist der Augenblick hinzusehen, und dann können wir möglicherweise verstehen und handeln, indem wir unsere Einstellung loslassen und dem anderen Raum lassen. Das ist der Schlüssel! Versteh, dass die Person uns gegenüber genau dasselbe wie wir will: Zunächst, die Anerkennung der eigenen Position durch Aufmerksamkeit und dann die Stärkung der eigenen Persönlichkeit, das die eigenen Meinungen, den eigenen Glauben und die eigenen Vorstellungen einschliesst. Wenn man das bekommt, dann ist das eigene Selbstbild wieder hergestellt und man fühlt sich gut. Wenn nicht,  kommt Frustration und Enttäuschung hoch, und als weitere Reaktionen Ärger und Wut und am Ende als Resultat Gewalt und Zerstörung auf der grossen Ebene KRIEG. Kannst du sehen, dass um dies zu vermeiden, man bei sich selbst anfangen muss, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen? Persönlich, innerhalb deiner Familie, deiner Gruppe, deiner Firma, mit was auch immer gerade ansteht, JETZT! Du persönlich mußt eine Entscheidung treffen, um den ersten Schritt zu tun. Damit wirst du einen Prozeß beginnen, der dir am Anfang Verwirrung und Unsicherheit bereiten wird, aber du wirst Ruhe und einen neuen Raum in dir selbst finden...

BeiYin

Übersetzung: Prem
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